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Blog | Reform des Bauvertragsrechts - Baustoffhändler bald arm dran?



Allgemein 10 Mär, 2017

Reform des Bauvertragsrechts - Baustoffhändler bald arm dran?

In der Nacht von Donnerstag auf heute (Freitag, den 10. März 2017) verabschiedete der Bundestag eine Änderung des Bauvertragsrechts und nahm Teile dessen erstmals in das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) auf. So finden Sie hier nun seit heute gesonderte Regelungen und spezielle Aspekte zum Bauvertrag sowie unter anderem auch Änderungen und Auszüge aus dem Architekten- und Ingenieurvertrag. Und auch der Bauträgervertrag ist betroffen.Doch damit nicht genug: Auch entwarf der Bundestag einen neuen Verbraucherbauvertrag und gliederte diesen ebenfalls ins BGB ein.

Sie fragen sich, was dies nun mit den Baustoffhändlern zu tun hat? Nun deren Haftung wurde erweitert und ebenfalls in Gesetzestexten festgehalten. Zu Gunsten der Baustoffhändler setzt sich diese - und alle anderen Regelungen im übrigen auch - jedoch erst für alle ab dem 01. Januar 2018 geschlossenen Verträge in Kraft. Bleibt also genügend Zeit um sich auf die Veränderungen einzustimmen.

Eindeutig klar ist, dass die neuen Regelungen eindeutig in Richtung verbraucherschutz gehen und diese künftig stärken sollen. Mehr Transparenz und Unabhängigkeit soll angestrebt und realisiert werden. Des Weiteren unterstützen die neuen Gesetze im BGB nun auch die vormalige Grundlage aller Übereinkünfte - das Werkvertragsrecht.

Grund für die Änderungen? Die Erkenntnis, dass nicht nur der Art und Umfang der Bautechniken stetig steigt und an Komplexität gewinnt, sondern dass auch das Baurecht auf dem Vormarsch bleiben und mit der Zeit gehen muss. Folglich soll eben jenem Umstand durch die neu eingeführten Regelungen Rechnung getragen werden können.

Wie dies sich nun in der Realität tatsächlich niederschlagen wird, bleibt bis zum Jahresbeginn 2018 wohl erst einmal entspannt und geduldig abzuwarten.