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Immobilien-Glossar


AImmobilien-Glossar 

Von A wie Abberufung bis Z wie Zwischenkredit - Wir erklären Ihnen  jeden wichtigen Begriff der Immobilienwelt kurz und bündig! 

A

Abberufung

Hat eine Hauseigentümergemeinschaft einen auf unbestimmte Zeit festgesetzten Hausverwalter bestimmt, so kann diese durch einfache Mehrheitsentscheidung diesen jederzeit wieder absetzen. Gesetzlich geregelt ist der Umstand der Abberufung nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG).

Abbruchswert

Bei einer unmöglichen sachlichen oder wirtschaftlichen Nutzung eines Gebäudes, folgt häufig die Entscheidung des Abrisses dieses. Hierbei werden die Kosten für dieses Unterfangen vom Grundstückswert abgezogen. So ergibt sich : Grundstückswert - Abbruchswert = Restgewinn/ -vermögen.

Abgabenverordnung (AO) 

Gesetzliche Regelung des Steuerrechts des Bundeslandes Deutschland. Die AO beinhaltet unter anderem grundlegende Aussagen zu den Themenbereichen Fristen, Begriffserklärungen, Verjährungen, Vorschriften, Steuererhebungen uvm.

Abgeltklausel

Möglicher Bestandteil eines Mietvertrags. Verpflichtet den Mieter zur Beteiligung seiner Selbst an anfallenden Kosten für Fachfirmen  hinsichtlich fälliger Schönheitsreparaturen. Gilt nur innerhalb der im Mietvertrag festgesetzten Frist.

Abmarkung

Grenzerrichtung bzw. -wiederaufbau von Grundstücksbegrenzungen. Müssen deutlich erkennbar und nachvollziehbar angelegt bzw. dargestellt sein.

Abnahme 

Erfolgreiche Übergabe/ Übertragung einer vertraglich fixierten Leistung einer oder beider Parteien. Besonders häufig im Baugeschäft vorkommend.

Abschreibung (AfA) 

Je nach Art der Nutzung Ihres Objektes/ Ihrer Objekte können diese aufgrund der anhaltenden (Ab-)Nutzung steuerrechtlich abgeschrieben werden, da sich im Verlauf der zeitlich betrachteten Nutzung der Wert der Immobilie verringert. Sollten Sie den Wert mittels Investitionen steigern, so müssen diese gegebenenfalls - je nach Art und Weise der Nutzung sowie der Afa - wieder zugeschrieben werden.

Altbau

Der Begriff “Altbau” bezeichnet Gebäude, welche vor 1949 erbaut wurden und besondere Kriterien wie beispielsweise eine Raumhöhe von mindestens drei Metern vorweisen können.

Amortisation  

Als “amortisiert” bezeichnet man eine Immobilie, wenn die Beschaffungs- bzw. Erbauungskosten mittels Erträgen, wie beispielsweise Mieteinnahmen, sich rentiert haben bzw. gedeckt sind.

Anderkonto

Treuhandkonto, welche Fremdgelder eines Dritten durch einen Notar verwaltet werden.

Ankaufsrecht

Wird einem Interessenten hinsichtlich eines Hauskaufs ein Ankaufsrecht zugeschrieben, so erhält dieser die Ermächtigung als erster das angestrebte Objekt (Immobilie, Grundstück) käuflich zu erwerben. Hierbei ist wichtig, dass das relevante Vertragsbedingung schriftlich fixiert wurden und das Ankaufsrecht von einem staatlich anerkannten Notar beurkundet wurde.

Annuität

Monatsbetrag hinsichtlich der jährlichen Tilgung eines Darlehens. Wird je nach Vertragsbestimmung stetig neu mittels des Tilgungs- und Zinswertes des Darlehens errechnet und ist zu zahlen, bis der Gesamtbetrag entrichtet wurde.

Anschaffungskosten

Unter die Anschaffungskosten fallen alle Entgelter, welche entrichtet werden müssen, um eine Immobilie zu erwerben. U.a. fallen hierunter Gebühren für Makler, Notare, Gutachten, Einträge ins Grundbuch etc.

Anschlussgebühren

Unterhaltungskosten einer Immobilie im weiteren Sinne: Setzten sich zusammen aus Strom-, Wasser- und Heizkosten sowie den Gebühren für Telefon- und Kanalleitungen.

App. oder auch Appt.

Exposéabkürzung für den Begriff: Apartment

Auflassungsvormerkung

Wird im Grundbuch eingetragen. Stellt eine Sicherheit für Immobilieneigentümer dar und besagt, dass nachträgliche Verfügungen über eine Immobilie unwirksam sind.

Ausst.

Exposéabkürzung für den Begriff: Ausstattung

Auszahlungsvoraussetzungen

Notwendige Vorbedingungen, damit Banken das gewährte Darlehen auszahlen. Unter anderem beispielsweise die Eintragung der Grundpfandrechte.

Aval (Bürgschaft) 

Durch die Unterzeichnung eines Bürgschaftsvertrags verpflichtet sich ein dem ursprünglichen Vertrag externer Dritter mit guter Bonität bei Zahlungsunfähigkeit des eigentlichen Vertragspartners dem Gläubiger gegenüber einzutreten und anstellen dessen seinen Verpflichtungen nachzukommen.

B

Bauabzugssteuer

15%-ige Steuer vom Gesamtwert der Bauleistung. Abzuführen an den Staat über das Finanzamt. Befreiung nur durch entsprechende beglaubigte Bescheinigung möglich. Besteht seit dem Jahre 2002.

Bau-Berufsgenossenschaft

Versicherungseinheit für Privatleute. Dient dem Schutz von externen Dritten wie Freunden, Nachbarn, Familie etc., welche beim Hausbau behilflich sind/ sein möchten und versichert diese gegen mögliche (Folge-)Schäden von hierbei verursachten Arbeitsunfällen.

Baubürgschaft

Möglicher Vertragsinhalt zwischen Bauunternehmer und Bauherrn. Sichert den Bauherrn hinsichtlich einer etwaigen Zahlungsunfähigkeit des Unternehmers ab.

Baulastenverzeichnis

Verzeichnisse der Bauämter jeder Gemeinde. Insbesondere hinsichtlich von Neubauten relevant. Hierin enthalten sind Lastenbegrenzungen und -tragfähigkeiten von Grundstücken öffentlichem Interesse.

Bebaubarkeit

Grundvoraussetzung für den Erhalt einer Baugenehmigung bzw. dem Zuspruch der Bestätigung der Bauerlaubnis durch die zuständige Behörde.

Baugrenzen

Mittels blauer Linie im Grundstücks- und/ oder Bauplan dargestellte Außengrenze der zulässigen be- bzw. überbaubaren Fläche eines Grundstücks.

Bebauungsplan

Individuelle Darlegung der einzelnen Festlegungen eines Bauvorhabens. Enthalten unter anderem oftmals Art der angestrebten Nutzung, Baugrenzen, stadtliche Reglementierungen und Zusprüche etc.

Belastung

Höhe der finanziellen Gesamtbelastung des Familieneinkommens. Sollte nicht über 40% dieses liegen und ohne Sonderzuschüsse bzw. -einnahmen kalkuliert werden. Diese Art der Berechnung dient den Eigentümern als Sicherheit.

Beleihungsgrenze

Bestimmter Prozentsatz des angestrebten Kreditwertes (Beleihungswert). Bank vergeben i.d.R. nur bis zur maximalen Obergrenze dieses Prozentwertes einen Kredit bzw. berechnen dessen Ausmaß anhand der Beleihungsgrenze.

Bereitstellungszinsen

Entstehende Kosten für den Bauunternehmer bei Abschluss eines Darlehens und dessen Nichtnutzung. Berechnen sich aus der Zeit zwischen der Gewährung des Darlehens und dem Tag der Inanspruchnahme. Kommen oftmals durch Verzögerungen der Bauabsichten aus vielerlei Hinsicht zustande.

Bürgschaft

Vgl. Aval.

C

CAP-Kredit

Darlehens, welches sich durch einen veränderbaren/ variablen Zinssatz auszeichnet. Charakteristisch ist, dass sich dieser Zinssatz alle drei Monate neu errechnet und es eine festgesetzte Obergrenze gibt, welche nicht überschritten werden darf.

Carport

Garagen-Ersatz. Überdachter Außenstellplatz für Fahrzeuge und dient dessen Schutz vor Witterungsbedingungen.

Chiffre Anzeigen

Häufig verbreitet in Zeitungsanzeigen. Angebotsofferierung ohne Adressdatenbereitstellung. Kontaktaufnahme über Angebotsvermittler (hier: Zeitungsverlag) über die angegebene Chiffre Nummer durch den Interessenten.

Concierge

Französisch. Bedeutet “Portier” oder manchmal auch “Hausmeister”. Oftmals in Hotels oder sehr großen Geschäftsgebäuden vorzufinden. Seltener in gehobenen, mehrstöckigen Privathäusern.

Courtage

Maklerprovision. Fällig nach erfolgreicher Objektvermittlung. Höhe und Zustandekommen berechnet sich nach Vereinbarung. Entweder vom Interessenten oder vom Verkäufer bzw. geteilt zu entrichten.

CO2-Gebäudesanierung

Programm der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Dient der Unterstützung von energiesparenden, umweltschonender Bauvorhaben/ Sanierungen mittels sehr günstiger Zinsen. Bezieht sich auf das Bundesförderungsprogramm für CO2-Sanierungen.

D

Dachneigung

Dient der Bestimmung der Art eines Daches. <10% = Flachdach; 10%-30% = flach geneigtes Dach; >30% = Steildach.

Darlehen

Kredit. Darlehensnehmer geht Verpflichtung ein, den Darlehensbetrag zu zeitlich festgesetzter Frist an den zur Verfügung stellenden Vertragspartner zuzüglich Zinsbeiträgen zurückzuzahlen. Im Immobilienbereich werden Darlehen beispielsweise zwecks eines Hauskaufs häufig von Hausbanken bereitgestellt und werden durch monatliche Teilzahlungen zurückgegeben.

Dauernutzungsrecht

Die das Dauernutzungsrecht besitzende Person darf das betreffende Objekt (Immobilien, Grundstück) beispielsweise gewerblich dauerhaft nutzen.

Dauerwohnrecht

Die das Dauerwohnrecht besitzende Person darf die betreffende Immobilie dauerhaft bewohnen.

Dämmung

(Wärme-)Dämmung eines Hauses. Dient der effizienten Energienutzung und Umweltschonung sowie Kostensenkung. Sogenannt “Passivhäuser” verwenden die abgegebene Energie zwecks dem Temperaturerhalts und benötigen keine externe Wärmezufuhr.

Denkmalschutz

Der Denkmalschutz dient dem Erhalt historischer, für die Nachwelt als wertvoll erachtete Bauten. Diese Gebäude unterstehen bestimmten Verordnungen hinsichtlich der Baubestimmung und Sanierung. Die Sanierung dieser Bauten hingegen wird staatlich subventioniert bzw. unterstützt.

Dingliche Absicherung

Pfandrecht hinsichtlich einer Forderung.

Disagio

Differenzbetrag zwischen vertraglich fixiertem Darlehensbetrag und der tatsächlichen Auszahlungssumme. Auch Damnum genannt.

Doppelfassade

Hausfassade, welche mittels zwei Komponenten (Innen- und Außenwand) aufgebaut wird. Die äußere Wand dient dem Schutz vor Witterungsbedingungen und Umwelteinflüssen, die innere Wand der Verkleidung der Dämmung und die Luftkammer zwischen den Elementen dient der verbesserten Wärme- bzw. Temperaturspeicherung/ Dämmung.

Doppelhaushälfte

Ein Haus, welches quasi in der Mitte geteilt und gespielt ist. Die Eingangstüren zu beiden eigenständigen Haushalten liegen somit oftmals fast nebeneinander. Dient der Platzersparnis auf Grundstücken. Vorläufer des Reihenhauses.

E

Effektivzins

Angabeeinheit der tatsächlichen Kosten eines Darlehens. Berechnet sich anhand der Zinsbeiträge während der Rückzahlperiode sowie der Bearbeitungsgebühren, dem Disagio-Wert, eventuelle Provisionen hinsichtlich der Vermittlung sowie Differenz der Tilgungs- und Zinsverrechnung miteinander. Verlässlichste Einheit, um Kreditangebote - insbesondere bei gleicher Zinsbindung - untereinander zu vergleichen. Zu bedenken gilt jedoch, das externe Kosten wie Schätzgebühren, Kontoführungsgebühren, Bereitstellungszinsen oder auch Teilauszahlungskosten nicht in die Effektivzinsberechnung mit eingebracht werden müssen (seitens der Anbieter/ Banken).  Daher ist ein umfassender Kreditvergleich angebracht.

Eigenheimzulage

Zulage für Eigenheimbesitzer. Nur bis 2006 neu gewährt. Wird über acht Jahre verteilt bezahlt, solange Erwerb und Ummeldung im gleichen Jahr erfolgt. Andernfalls sind die Jahre vor der Ummeldung verloren und werden nicht wieder gutgeschrieben.

Eigenkapital

Aufgebrachtes Eigenvermögen hinsichtlich eines Kaufvorhabens (ohne zusätzlichen Darlehensbetrag). Sollte so hoch wie möglich sein, jedoch sollten Sie zudem eine genügend hohe Reserve behalten (circa ein halbes Jahr angespartes Nettogehalt Ihres gesamten EInkommens) bezüglich etwaiger Reparaturkosten etc.

Erbbaurecht

Recht an einem Grundstück auf oder unter diesem zu bauen. Zeitlich befristet. Vererbbar, verkäuflich oder auch mittels Hypothek belastbar.

Errichtung eines Bauwerks

Sollte bei Vertragsabschluss das zu erwerbende bzw. verkaufende Objekt noch nicht vollkommen fertiggestellt sein, so müssen die noch umzusetzenden Schritte so detailreich wie möglich vertraglich festgesetzt werden. Mittels Vertragsbestimmungen können sich so auch beiden Parteien gegen Nicht- bzw. Teilerbringung bzw. -zahlung absichern.

Ertragswert

Angabe der Rentabilität eines Objekts (Liegenschaft). Der Ertragswert steht im Gegensatz zum Sachwert.

F

Fachwerkhaus

Aus dem Mittelalter stammende Bauart. Das Gerüst besteht aus Holzbalken, deren Zwischenräume mittels Ziegeln und Lehm ausgefüllt und aufgeschichtet werden.

Fassade

Sichtbares Äußeres (sozusagen Hülle) einer Immobilie.

Fertighaus 

Teilstücke werden in der Produktionsstätte erzeugt und am Ort der Bebauung (rechtlich erworbenes Grundstück) endgültig zusammengesetzt. Transport erfolgt häufig mittels Schwertransporter und ist sehr aufwendig aufgrund der Sperrigkeit des Guts.

Fertigstellung

Bezeichnet den Zustand eines Bauprojekt, in welchem alle vertraglich fixierten Leistungen erbracht und Reparaturen hinsichtlich eventueller Mängelerzeugnisse behoben sind.

Finanzierungsplan

Detaillierte Darbietung aller vorhersehbaren Kosten eines Bauprojekts.

Festdarlehen

Kredit. Bleibt für bestimmten, festgelegten Zeitraum tilgungsfrei.

Flurstück

Vermessenes Land, zugeordnet zu einem festgelegten Grundstück. Trägt eine eigenständige Identifikationsnummer.

Flächennutzungsplan (FNP)

Vorbereitung des Bauleitplans. Beinhaltet räumliche Planungsziele sowie Nutzungsart des Bodens der Gemeinde.

Freistellungserklärung 

Bescheinigung der Hausbank des aktuellen Immobilienbesitzers. Dient der Freistellung von allen Grundpfandrechten bei Abwicklung des Kaufvertrags an den Käufer. Verbindlich und dient auch der lastenfreien Übergabe des Objekts an den Käufer.

Fremdkapital

Im Immobiliensektor: Gesamtkosten eines Bauprojekts minus des vorhandenen EIgenkapitals.

Fundament

In den Untergrund (Erdreich) eingelassen. Wird einbetoniert und trägt die Gesamtlast des Bauobjekts.

G

G-Wert 

Gesamtenergiedurchlassungsgrad-Wert. Wert, wie viel Sonnenstrahlen durch eine Fensterscheibe dringen können hinsichtlich der Energiespeicherung oder Wärmereduktion. Wichtiger Maßstab für dessen Qualität.

Gasbeton

“Porenbeton”. Zusammensetzung: Quarzsand, Kalk/Zement, Aluminiumpulver. Bei der Vermengung entsteht Wasserstoffgas, welches zur “Porenbildung” führt.

Gaube

Aufbauten an Dächern zu dessen Belüftung und/ oder Beleuchtung. Auch Dachgauben genannt.

Gemeinschaftseigentum 

Von allen Eigentümern eines immobilienrelevanten Objektes gemeinschaftlich genutzte Teilbereiche; beispielsweise Grünfläche oder Räume wie Waschkeller etc. Anwendbare Paragraphen der Rechtsprechung befinden sich im WoEigG (Wohnungseigentumsgesetz).

Gebrauchsabnahme

Abnahme seitens der Behörden. Prüfung auf Einhaltung aller bautechnischen sowie -rechtlichen Bestimmungen. Meistens vor Bezugsmöglichkeit der Immobilie.

Gefahrenübergang

Erfolgt bei Immobilienkauf; genauer bei der Übergabe des Objekts an neuen Käufer. Nach der Übergabe ist der Eigentümer für Mängel verantwortlich (nicht mehr der Bauherr).

Geltungsdauer

Zeitperiode zwischen der Auszahlung eines Kredits und dessen vollständiger Rückzahlung.

Gemeinschaftsordnung

Regelwerk hinsichtlich den gemeinschaftlichen Lebens aller Eigentümer einer Wohnungseigentumsgemeinschaft (WEG).

Geschossflächenzahl

Angabe über die maximale Wohnfläche eines möglichen Gebäudes hinsichtlich der Grundstücksgröße als Bezugsgröße.

Generalunternehmer

Selbstständiger Durchführung (teils auch mittels Subunternehmer) aller Bauerstellungsleistungen eines Bauprojekts.

Gewährleistung

Garantie seitens des Bauunternehmers hinsichtlich der korrekten und pflichtbewussten Ausführung der Dienstleistungen. Zeitliche Gültigkeit kann individuell oder gesetzlich festgelegt sein.

Grundbuch

Aufzeichnungsverzeichnis der einzelnen Gemeinden über alle Grundstücke und deren rechtmäßige Eigentümer.

Grenzabstand 

Abstand, welche zu den umliegenden Nachbargebäuden eingehalten werden muss.

Grundbuchlasten 

Es empfiehlt sich stets ein lastenfreies Grundbuch beim Objektkauf zu übernehmen, da ansonsten Wertminderungen nachfolgende Konsequenzen beschreiben können.

Grunderwerbssteuer

Gilt für Deutschland. Fällig beim Kaufabschluss einer Immobilie. Je nach Bundesland beträgt der prozentuale Steuersatz zwischen 3,5% und 6,5%.

Grundflächenzahl (GRZ)

Bebauungsfähige Fläche eines Grundstücks bzw. eher wie viel des Grundstück bebaut werden darf. Ermittlung durch Einbeziehung aller baulichen Anlagen.

Grundriss

Abbild (meist in 2D) der räumlichen Verteilung und Gegebenheiten eines Immobilie.

Grundpfandrecht

Bündelung von Sicherheitsrechten an einem Grundstück zugunsten des Eigentümers. Beispielsweise hinsichtlich der Beantragung einer Hypothek/ eines Kredits.

Grundschuld

Dingliche Sicherheit im Bezug zu Forderungen. Besteht für den Eigentümer einer Immobilie beispielsweise bei vorübergehender Zahlungsunfähigkeit.

Gutachten 

Häufig dient ein Gutachten zur Wertermittlung einer Immobilie, da es einen objektiven Überblick über den tatsächlichen Bestand sowie Mängel eines Objektes ermöglicht.

H

Hausanschluss 

Anschluss der Immobilie an Gas-, Wasser-, Strom- sowie (Fern-)Wärmeanschlüsse des gewählten Leistungsanbieters.

Haushaltspauschale

Werden häufig durch Banken festgelegt. Dienen der Ermittlung des Bedarfs an finanziellen Mittels eines Kreditinteressierten hinsichtlich seiner notwendigen, minimalen Lebenshaltungskosten. Diese dürfen vom monatlichen Rückzahlungsbetrag des Darlehens nicht verwendet werden und legen vor der Kreditvergabe dessen Höhe fest.

Hausordnung

Regelwerk für Bewohner einer Immobilie. Werden beim Einzug in ein Haus von diesen anerkannt und müssen eingehalten werden. Sichern ein friedliches Zusammenleben.

Halbgeschoss

Wohnebene eines Objektes, welche bereits auf halber Raumhöhe beginnt.

Hausratversicherung 

Versicherung gegen Folgeschäden von Hagel, Stürmen, Einbrüchen oder gar Leitungswasser (Rohrbrüche etc.)

Hausverwaltung

Kümmert sich u.a. um die Instandhaltung eines Objektes und die Interaktion mit den Bewohnern dieses. Häufige Beauftragung, wenn mehrere Immobilien im Besitz eines Eigentümers sind und verwaltet werden müssen.

HOAI

Bedeutet: “Honorarabrechnung für Architekten und Ingenieure”. Basis zur Abrechnung der erbrachten Leistungstätigkeiten eines Mitglieds dieser Klassifizierung.

Hypothek

Grundstücksbelastung mithilfe eines Pfandrechts. Es erfolgt eine Eintragung dessen im Grundbuch der Gemeinde und wird bei dem Beantragung und Gewähren langfristiger Kredite verwendet.

I

Immission

Einwirkung von Schadstoffe auf lebende Organismen und/ oder Objekte. Im Hausbetreuungs- bzw. Baubereich sind die Grenzen der maximalen Belastung dieser durch die einzelnen Kommunen geregelt und können in der Baunutzungsverordnung nachgelesen werden.

Immobilienfonds

Form der Kapitalanlage. Hierbei ermöglicht der Eigentümer es Investoren sich an der entsprechende Immobilie mittels finanziellen Mitteln zu beteiligen. Motivation hierfür ist eine Beteiligung an der Rendite der bewohnten Immobilien.

Indexmiete

Veränderlicher Mietzins. Je nach Vertragsbestimmungen kann dieser jederzeit variiert werden.

Instandhaltung

Dient dem Werterhalt von Gebäuden. Beschreibt die regelmäßige Reparatur, Modernisierung oder Erneuerung bestimmter Elemente der Immobilie.

Isolierung 

Schutz des Innenbereichs einer Immobilie vor Wasser- oder Stromschäden sowie Teilkomponente einer fundierten Dämmung.

Inklusivmiete

Auch Bruttomiete genannt. Beschreibt die Gesamtkalkulation der Kaltmiete (Nettomiete) sowie aller Nebenkosten.

Investitionszulage

Staatlich gefördert. Subvention der Anschaffung bzw. Herstellung von Wirtschaftsgütern; bedingt durch festgelegte Voraussetzungen.

J

Jahresabrechnung

Zusammenfassung aller Einnahmen und Ausgaben in der Wirtschaftsperiode eines Kalenderjahres.

Jahresheizwärmebedarf 

Angabe über Bedarf an Heizwärme eines Gebäudes hochgerechnet auf ein Kalenderjahr.

Jahresnutzungsgrad

Wärmebedarf einer Immobilie hochgerechnet auf ein Kalenderjahr. Gemessen in Kilowatt pro Quadratmeter. Nachschlagbar im Wärmeausweis eines Objektes.

Jahresrohertrag

Äquivalent zur Bruttokaltmiete (Nettokaltmiete plus umlagefähiger Neben- bzw. Betriebskosten). Beschreibt den Gewinn vor Steuern eines Eigentümers.

Jahreszins

Auch oftmals effektiver Jahreszins genannt. Angabe der Kosten eines Darlehens pro Jahr bzw. für ein bestimmtes Jahr (bei wechselnden Zinssätzen).

K

K-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient. Notwendige Kennzahl zur Berechnung des Gesamtbedarfs einer Immobilie hinsichtlich seines Wärmeernergieverbrauchs. Pro Element der Wärmeerzeugung wird ein eigenständiger K-Wert bewertet und hinterher aufaddiert.

Kabelkanal

Schutz eines Kabel vor Beschädigung von außerhalb beispielsweise durch Wasserschäden oder spitze Gegenstände. Außerdem dient dieser der optischen Verdeckung von Kabel an Böden und Decken von Räumen.

Kaltdach 

Dach einer Immobilie, welches sich aus zwei Grundkomponenten zusammensetzt und ein Belüftungssystem integriert hat. Vorteile: Besserer Schutz vor eindringender Hitze und Ableitung von Feuchtigkeit.

Kataster

Auch: Liegenschaftskataster. Verzeichnis. Beinhaltet alle Eigentumsverteilungen von Grundstücksrechten.

Katasterplan

Grafische Darstellung von Grundstücken. Maßstabsgetreu. Bezieht sich immer auf ein Kataster. Wird vom Katasteramt verwaltet. Notwendig zur korrekten Erstellung eines Bauprojekts inklusive dessen gesamter Planung.

Kaution 

Zu zahlender Betrag des Mieters an den Vermieter vor oder zu Beginn eines Mietverhältnisses. Dient dem Vermieter als Absicherung, falls der Mieter in kurzfristige Zahlungswidrigkeiten gerät.

KDB

“Küche, Diele, Bad”; gängige Abkürzung in Anzeigen und Exposés.

Kellerwanne

Bei Lage des Fundaments bzw. der Gründungssohle unter dem Grundwasserspiegel muss der Keller eines Objekts mit einer wasserdichten Kellerwanne versehen werden.

Kitt

Dichtungsmittel bzw. Klebesubstanz (Bestandteile: u.a. Leinölfirnis und Schlämmkreide)

Klinker(-steine)

Ziegel. Sehr beständige Steinart gegenüber Witterungsbedingungen wie bspw. Frost, da durch sehr hohe Temperaturen entstanden. Geringe Wärmedämmung, finden jedoch in der Fassadenverkleidung häufigen Einsatz.

Kommunalabgaben

Öffentliche Abgaben. Von Einwohner und Unternehmern einer Gemeinde regelmäßig an diese zu entrichten.

Kostenvoranschlag

I.d.R. unverbindlich. Vergleichsmöglichkeit der einzelnen Bauunternehmen untereinander. Sollte vor Beginn eines Bauprojekts erarbeitet werden und dient zudem zum Erhalt eines groben Überblicks über die anfallenden Baukosten.

Kredit

Darlehen. Wird von Banken oder auch privaten Anbieter für verschiedenste Projekte gewährt und finanziert sich durch die Zahlung von Zinsbeträgen seitens des in Anspruch nehmenden über die Nutzungsperiode hinweg.

Kreditkonsolidierung

Zusammenfassung mehrerer, aller Kredite, wenn der nötige Zinssatz des ablösenden Darlehns unter dem Betrag aller einzelnen Zinsbeträge liegt.

Kreditwürdigkeit

Bonität. Dient als wichtige Bemessungsgrundlage hinsichtlich der (Nicht-)Gewährung eines Darlehens.

Kubatur

Dreidimensionales Volumen einer Immobilie. Wird unabhängig vom verwendeten Material sowie dessen Gestaltung verwendet.

Kältebrücke

Einzelne Elemente/ Bauteile eines Gebäudes. Hier dringt Kälte leicht ein bzw. aus und verringert dadurch die Energieeffizienz des Hauses.

L

Lageplan

Maßstabsgetreu. Darstellung einer Immobilie samt Umgebung durch graphische Mittel. Finden u.a. Verwendung als Städtepläne, Beschilderungspläne oder aber auch als Deckenhöhenpläne.

Laibung

Auch Leibung geschrieben. Innere Mauerfläche von Tür- und Fensteröffnungen, Gewölben oder auch Bögen.

Landesbauverordnung

Schriftliche Fixierung aller rechtlichen Vorschriften eines Bauprojekts (u.a. Statik, höchstzulässige Schallwerte, Verkehrssicherheit oder auch Fluchtweganlegung).

Landschaftsschutzgebiet (LSG)

Dienen dem Schutz zwecks Erhalt von Naturschutzgebieten. Öffentlicher Ausweis erfolgt durch Schilder. Müssen bei Bauprojekt bedacht werden.

Lastenzuschuss

Zuschuss für Eigentümer, wenn diese die finanzielle Belastung durch das Objekt durch ihr Einkommen nicht decken können. Gleichzusetzen mit dem Wohngeld für Mieter.

Legitimation

Erfolgt nach positiver Identifikation eines Kreditanfragers.

Leichtbeton

Weist einen wesentlich geringeres Raumvolumen bzw. -gewicht auf als klassischer Beton. Wird aus unterschiedlichen Gesteinskörnungen erstellt, welche einen hohen Luftporenanteil aufweisen.

Leistungsverzeichnis

Aufzeichnung aller für ein Bauunternehmen relevanter (erstellter) Leistungen. Wenn es vorab angefordert wird, kann ein Leistungsverzeichnis zum Vergleich der verschiedenen Bauunternehmen bezüglich eines geplanten Bauprojekts dienen.

Lichte Höhe

Abstand zwischen Unterkante Decke und Oberkante Boden eines Raumes.

Liegenschaftsamt

Auch Katasteramt. Hier sind alle Flur- und Grundstücke einer Gemeinde sowie dessen Besitzansprüche bzw. -verteilung verzeichnet. Aufgaben: u.a. Grundstückvermessungen und Kartenbeurteilungen.

Loggia

Freisitz eines Objekts, welcher nicht über dessen Bauflucht hinausragen darf.

Löschungsbewilligung 

Notarielle Genehmigung, welche notwendig ist, um Rechte an einem Grundstück oder einer Immobilie entfernen (lassen) zu können.

M

MAK-Wert

“Maximale Arbeitsplatzkonzentration”. Kennzahl, in welchem Ausmaß Gase und Dämpfe an einem Arbeitsplatz vorkommen dürfen. Nachschlagbar in der MAK-Liste.

MABV

Makler- und Bauträgerverordnung. Grundlage von Bauträgerkaufverträgen. Regelt bspw. wie die Zahlung von Raten des Kaufpreises erfolgen muss oder auch wie ein Käufer rechtlich abgesichert ist, sollte der Bauherr während des Bauprozesses Pleite gehen bzw. Konkurs anmelden.

Makler

Vermittlungspersonen zwischen Käufern und Verkäufern bzw. Mietern und Vermietern eines Objektes/ Immobilie. Entgeltliche Entrichtung einer der beiden Parteien - oder geteilt durch beide - auf Provisionsbasis abhängig vom deklarierten Kauf- bzw. Mietpreis des Objektes. Prozentuale Berechnung.

Mansarde

Wohnung innerhalb eines ausgebauten Dachgeschoss.

Mantelbauweise

Tragender Kern einer Fassade/ Wand im Inneren dieser; die äußeren Schichten setzen sich aus verschiedenen Dämmmaterialen zusammen.

Marktwert

Verkehrswert. Aktueller, tatsächlicher Wert eines Objekts (Grundstück, Immobilie).

Massivbau

Immobilien, dessen Grundgerüst mittels Steinen oder anderen tragfähigen Elementen statische oder andere Aufgaben übernehmen und im Massivbaustil erstellt wurden.

MBO

Musterbauordnung. Dient der Vereinheitlichung von Landesvorschriften hinsichtlich des Baurechts.

Mehrfamilienhaus (MFH)

Immobilie, welche von mehreren Parteien bewohnt wird/ werden kann.

Mischgebiet (MI)

Abgestecktes Gebiet, in welchem sowohl Wohn- als auch Gewerbeeinheiten vorzufinden sind.

Modernisierung 

Dienen der Wertsteigerung einer Immobilien. Das Grundgerüst bleibt unberührt und es werden lediglich Teilbereiche bearbeitet.

Muskelhypothek

Sämtliche Eigenleistungen bzw. Kapitalaufbringungen aus eigenen Kräften zwecks des Baus oder Erwerbs einer Objekts.

Musterhaus

Vorzeigeobjekt. Dienen der Veranschaulichung von Fertighäusern, um Interessenten dieser Bauweise zu überzeugen und die noch nicht erbrachte Dienstleistung sowie das unfertige Produkt zu veranschaulichen.

Mängelhaftung

Garantie seitens des Bauunternehmers hinsichtlich einer einwandfreien Leistungserbringung oder auch die Mängelelimination innerhalb einer festgelegten Periode.

N

Nachfinanzierung 

Nachträgliche Korrektur des Fremdkapitals. Eine nachträgliche Erhöhung dieses bringt jedoch häufig auch erhöhte Zinssätze mit sich.

Nachrang

Werden Grundpfandrecht und/ oder Belastungen nachträglich in das Grundbuch eingetragen, so erfolgt dies innerhalb einer Rangliste.

Nebenkosten

Innerhalb eines Mietverhältnisses. Addieren sich zur Nettokaltmiete hinzu und sind für den Vermieter ein Umschlag- bzw. Durchlaufposten. Setzen sich unter anderem durch Kosten für den Wasserverbrauch, Müllentsorgungen, Hausmeisterdienste etc. zusammen.

Niedrigenergiehaus

Der Jahreswärmeschutzbedarf dieser Häuser unterschreitet die aktuellen Mindestanforderungen der Wärmeverordnung um mindestens 25%.

Negativbescheinigung

Bestätigung seitens einer Gemeinde, dass diese Ihr Vorkaufsrecht an einem Grundstück oder Objekt nicht in Anspruch nimmt bzw. dieses Vorhaben beabsichtigt.

Nennbetrag

Im Bereich der Immobilienfinanzierung: Angestrebter Darlehensbetrag plus Bearbeitungskosten sowie Rechtschuldversicherungsbeiträge.

Nießbrauch

Recht auf Nießbrauch oder auch Nießnutzung bestimmt wirtschaftlichen Eigentümer eines Objektes.

Notar

Verantwortlich für rechtsverbindliche Beurteilung/ Beglaubigung von Schriftstücken wie bspw. Verträgen. Berät beide Parteien des Immobilienkaufs und begleitet den Verkaufsprozess bzw. verantwortet Teilbereiche dieses.

Nutzfläche (NF)

Grundstücksfläche, welcher tatsächlich genutzt werden kann (Gebäude und/ oder Grundstück).

O

Obergeschoss (OG)

Alle Etagen eines Hauses (ausgenommen Erdgeschoss EG und Dachgeschoss/ -boden) werden durch den Begriff Obergeschoss definiert.

Oberleitung

Versorgungssystem zwecks der Stromverteilung. Hauptsächlich durch (Straßen-)Bahnen und Busse genutzt.

Oberputz

Oberste Mörtelschicht. Dient dem Schutz des Mauerwerks eines Objekts vor Witterungsbedingungen und anderen schadhaften Einflüssen (bspw. Feuchtigkeit wie Hundeausscheidungen etc.)

Offene Bauweise

Bauweise eines Gebäudes. Komplett freistehend auf einem Grundstück.

Ökozulage 

Ersatz für die Energiesparverordnung seit 2002. Förderungsmöglichkeit von besonders energiesparenden Bauprojekten.

Operative Temperatur 

Auch: gefühlte (Raum-)Temperatur. Setzt im Mittel aus Luft- und Strahlungstemperatur zusammen.

Ortsentwässerung

Hier werden alle verschmutzten sowie niederschlagserzeugten Entwässer einer Region/ Gemeinde/ Kommune an einem Ort abgeführt.

Optionstarif

Kredittarif, welcher dem Bauplanenden die Möglichkeit einräumt, sich erst zu einem späteren Zeitpunkt für eine jeweilige Kreditkondition festzulegen und eröffnet dem Bauherrn dadurch einen größeren zeitlichen Spielraum seines Bauprojekts.

P

Parkett

Fußbodenbelag; Hauptbestandteil Holz. Dient der Innenraumverkleidung.

Passivhaus

Immobilie, welche ohne externe, klassischen Heizsysteme auskommt. Stattdessen verwenden sie alternative Energiezufuhren wie beispielsweise Sonneneinstrahlungen.

Pauschalvertrag

Leistungsfestschreibung zu definierten Preisen innerhalb eines verbindlichen Vertrags.

Pavillon

Bauobjekt ohne Wände, meist freistehend in Outdoor-Bereich.

Pergola

Freisitz bzw. Laube. Dient dem Sonnen- oder Sichtschutz.

Photovoltaik

Direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie.

Plusenergiehaus

Immobilie mit extrem hohem Energiestandard. Durch alternative Energieerzeugungssysteme wird mehr Energie produziert als verbraucht wird.

Putz

Überbegriff für Innen- und Außenarbeiten in einem Bauprojekt. Dient dem Schutz des Mauerwerks vor Witterungs- bzw. anderen äußeren Einflüssen.

Q

Qualitätssicherung 

Dient dem Schutz vor Mängelentstehung innerhalb eines Bauprojekts. Beginnt bei der Planung und endet bei der Übergabe des vollendeten Objekts.

Quelllüftung 

Zuluft-System. Kommt zum Einsatz, wenn die Raum- und Zulufttemperatur unterschieden aufweisen.

Querdehnung

Materielle Bestandteile eines Bauprojekts dehnen sich durch Temperaturunterschiede oder Witterungseinflüsse aus bzw. schrumpfen zusammen. Diese Schwankungen müssen in der Planung mit einkalkuliert werden.

Querschnitt

Grundlage einer Grundrisszeichnung. Bildet das Innenleben einer Immobilie ab.

R

Rahmenzins

Absicherung für einen Kreditgeber. Bezieht sich in seinem Fokus auf jährliche Sonder- und/oder Nebenleistungen und richtet seinen Wert meistens zwischen 12% und 18% ein.

RAL Gütezeichen

Vergeben vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. Zeichnet Produkte bzw. Dienstleistungen aus, welche hohe, festgelegte Qualitätsstandards erfüllen.

Randbewehrung

Bewehrung = Verstärkung. Dient der Stabilisation von Platten bzw. Balken.

Rangbescheinigung

Garantie seitens eines Notars, dass die Grundschuld in der richtigen Reihenfolge/ Rangfolge in das Grundbuch eingetragen wurde und wird meist von Kreditinstituten angefragt.

Rate

Bezeichnet den von beiden Seiten vereinbarte Betrag, der meist monatlich an den Darlehensgeber seitens des Kreditnehmers gezahlt werden muss.

Realkredit

Darlehen, welches über Sachvermögen besonders abgesichert ist.

Regenerative Energien

Auch erneuerbare Energien. Speisen sich aus Umwelteinflüssen, wie beispielsweise Luft, Wasser oder Erdwärme.

Regenwassernutzung

Hausinternes Bewässerungssystem der Sanitäranlagen, der Gartenbewirtung oder auch der Wäschereinigung.

Reihenhaus

Mindestens drei oder mehr Hausobjekte sind Wand an Wand erbaut worden.

Restschuld

Beschreibt den Betrag eines Darlehens, der noch aussteht und an den Darlehensgeber zu entrichten ist.

Rohbau

Bauobjekt, welches bis zu diesem Zeitpunkt lediglich aus Wand- und Dachkonstruktion besteht.

RWA

“Rauch- und Wärmeabzugsanlagen” (Rauchabzugsanlagen). Schützen Fluchtwege bei Brandausbruch von Anfang an bestmöglich vor Rauch- und Hitzeentstehung.

Rüttelbeton

Sämtliche Betonarten, welche mittels der Methode des “Rüttelns” eine Verdichtung erfahren, bevor dieser verwendet werden können.

S

Sachverständiger

Im Bereich der Immobilien und Bauvorhaben: Subjektive Beurteilung und Prüfung der Projekte bzw. fertigen/ bestehende Immobilien. Dient als Ausgangslage für Preisverhandlungen, Verträge und Gerichtsbeurteilungen.

Sachwert

Tatsächlicher Wert von (im)materiellen Wirtschaftsgütern. Setzt sich zusammen aus Boden-, Bau- und Gebäudewert.

Sanierung

Grundlegende Reparatur- und Renovierungsmaßnahmen hinsichtlich der Wertsteigerung eines Objekts. Teilbearbeitung eines Objekts. Dient zudem Erneuerungsmaßnahmen.

Satteldach

Bestandteile eines Dach treffen an der höchsten Stelle aufeinander. Mindestens zwei Flächen.

Schlüsselfertig

Zum Zeitpunkt der Abnahme sind alle Bestandteile und Maßnahmen eines Bauprojekt abgeschlossen und lediglich der Schlüssel muss an den Bauherrn übergeben werden.

Schalldämmung

Verhindert das Eindringen von Lärm und Schallwellen in das Objektinnere.

Schlussabnahme

Auch: Gebrauchsabnahme. Zwei Anwendungsmethoden des Begriffs möglich. Einerseits Schlüsselübernahme seitens des Bauherrn; andererseits Bestätigung seitens der Ämter einer Gemeinde, dass ein Bauprojekt baurechtlich und -technisch einwandfrei umgesetzt wurde und folglich bewohnt werden kann.

Schufa

“Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung”. Erteilt Auskunft über Bonität von (Privat-)Personen.

Schönheitsreparaturen

Maßnahmen seitens Mietern, welche das bewohnte Objekt Instand halten.

Solaranlage

Umwandlungssystem. Verändert Sonnen- in elektrische Energie.

Sondernutzungsrecht

Verteilt einem Bewohner bzw. Eigentümer das Recht einen gemeinschaftlichen Bereich (Eigentum) zu nutzen.

Sondertilgung

(Teil-)Rückzahlung eines Kredits außerhalb dessen festgesetzten Rückzahlungstonus. Verkürzt dessen Laufzeit hinsichtlich der Rückzahlungsdauer.

Statik

Beschäftigt sich mit der Tragfähigkeit eines Objekts. Berechnung erfolgt durch die Verwendung unterschiedlichster Kriterien.

Staffelmiete

Mietaufwendungen erhöhen sich innerhalb einer festgelegten Frist jeweils automatisch. Die Dauer und Art der Erhöhungen sind zu Abschluss des Vertrags bereits bekannt und werden auch seitens beider Parteien anerkannt.

T

Teilbaugenehmigung 

Zögert sich der Erhalt einer Baugenehmigung extrem hinaus können Teilbaugenehmigungen ausgesprochen werden. Hierdurch wird der Bau von Teilbereichen eines Bauprojekts ermöglicht.

Tiefbau

Bauprojekte unter oder direkt am Erdreich.

Tilgung 

Regelmäßige Zahlungen seitens des Kreditnehmers an den Kreditgeber. Tonus und Höhe der Tilgungsraten sind vertraglich fixiert.

Tragende Wände

Hauptkomponenten eines Bauprojekts bzw. Gebäudes. Unterliegen besonderen Erfüllungskriterien, da diese das gesamte Objekt stützen horizontal wie vertikal.

Traufe

Dachflächenbreite. Tropfkante eines Daches.

Trennwand

Innenwand ohne tragende, existenzielle Bedeutung. Trennt Räume lediglich voneinander ab.

Treuhandkonto

Konto, auf welchem Gelder externer Dritter (Kunden, Klienten) meist seitens eines Notars verwaltet und geschützt werden.

Trittschall 

Lärmproduktion durch die Schallentstehung von menschlichen Schritten auf Fußböden. Einbau von Trittschalldämmung wirkt dieser entgegen.

Trockenbau

Vereinigung von Halberzeugnissen ohne feuchtebeinhaltende Zusatzstoffe (bspw. Trennwandeinbau etc.)

Typenhaus

Grundriss und Erscheinungsform sind standardisiert. Eine Anpassung zu individuellen Gebrauchszwecken ist nicht ohne Weiteres möglich.

U

Umbau 

Veränderung eines Objekts (hier: Gebäude) hinsichtlich der Außenerscheinung etc.

Umnutzung

(Ver-)Änderung der Nutzungsweise einer Immobilie bzw. von Teilsektoren dieses. Benötigt die Genehmigung des zuständigen Bauamts.

Umschuldung 

Ein bestehender Kredit wird durch die Aufnahme eines kostengünstigeren Kredits bei einem anderen Darlehensgeber abgelöst.

Unbedenklichkeitsbescheinigung

Finanzamt bescheinigt, dass eine Person Ihrer Steuerpflicht zu jeder Zeit vollkommen und korrekt nachgekommen ist.

Untermiete

Mietverhältnis, welches die Weitervermietung einer Person an einen externen Dritten, welche die vertragsrelevanten Räume selbst nur gemietet hat.

Unterputz

Unterste Lage eines Hausputzes. Fungiert als Grundlage hinsichtlich der Haftung anderer Substanzen am Mauerwerk eines Gebäudes.

V

Valutierung

Auszahlung eines Kreditbetrags (abzüglich des Disagios).

Vergleichsmiete

Querschnitt aller Mietbeiträge einer festgesteckten Region. Dient dem Vergleich mit anderen, Interesse weckenden Mietobjekten eines Ortes.

Vermessung

Erfassung von relevanten Daten mittels eines Messverfahrens. Beispiel: Grundstücksvermessung.

Verkehrswert

Marktwert eines Gebäudes.

Vermittlerprovision

Provisionszahlung an beispielsweise einen Immobilienmakler als Entgelt für seine Vermittlungsdienste.

VOB

“Verdingungsverordnung für Bauleistungen”. Strukturiert den Wettbewerb und dessen Ausart der Baubranche. 

Vollgeschoss

Etage eines Gebäudes, welches mindestens eine Gesamthöhe von 2,3 Metern aufweisen muss. Zudem muss ein Vollgeschoss über die gesamte Geländeoberfläche bestehen.

Vorfälligkeitsentschädigung 

Kündigt ein Kreditnehmer ein Darlehen vor dessen vertraglich festgelegtem Ende, dann muss dieser dem Kreditgeber bzw. -institut eine Entschädigung zahlen.

Vorkaufsrecht

Ist eine Gemeinde oder eine Person im Besitz eines Vorkaufsrecht, dann darf bzw. kann sie das entsprechende Objekt vor einem externen Außenstehenden erwerben.

Vormerkung

Bezieht sich auf das Grundbuch. Käufer kann über das zugehörige Objekt frei verfügen, ohne dass eine offizielle, finale Eintragung im Grundbuch zu diesem Zeitpunkt besteht (diese gilt es jedoch einzuholen!).

W

Warmdach

Dachkonstruktion, welche unbelüftet ist und dessen Dämmung direkt in die Haut des Dachs eingesetzt wird.

Warmmiete

Auch: Bruttomiete. Kaltmiete plus aller anfallenden Nebenkosten wie Müllabfuhr, Heizkosten, Wasserzu- und -abfuhr etc.

Wasserhaushaltsgesetze (WHG)

Beschränkt die Rahmenbedingungen für alle Wassergesetze der einzelnen Bundesländer.

Wasserzähler

Messgerät. Registriert den Verbrauch des zu- und abgeführten Wassers eines Objekts.

Wärmebedarf

Beschreibt, wie viel Wärme ein jeweiliges Objekt (jährlich) benötigt, um konstant eine angenehme Raumtemperatur aufrecht zu erhalten.

Wegerecht

Räumt der Öffentlichkeit das Recht ein, einen Weg über ein privates Gelände zu benutzen.

Wertermittlung

Mittels spezifischem Ermittlungsverfahren wird der tatsächliche Wert eines Objekts festgelegt.

Wiederkaufsrecht

Vertragselement. Erlaubt dem Verkäufer das verkaufte Objekt zu einem anderen, späteren Zeitpunkt vom Käufer zurückzukaufen.

Wohneigentumsförderung

Staatliche Förderungsmöglichkeit. Erhalten häufig junge Familien, welche nur ein geringes Einkommen vorweisen können und sollen Ihnen ermöglichen Wohneigentum zu erwerben.

Wohnfläche

Grundgesamtheit aller Räume eine Objekts, welche bewohnbar sind. Ausgenommen sind Kellerräume, Abstellkammern sowie Garagen.

X

Xylol

Lösemittel. Dämpfe verursachen häufig gesundheitsschädliche Nebenwirkungen, daher sollte auf Farben, Lacke etc. mit diesem Zusatz verzichtet werden.

Y

Z

Zeitmietvertrag

Zeitlich befristeter Mietvertrag.

Zession

Vertraglich fixierte und vereinbarte Abgabe eines Mandats eines Gläubigers an einen anderen.

Zins

Kosten eines Darlehens. Zusatzbetrag, den ein Kreditnehmer dem Kreditnehmer für die Inanspruchnahme seines Geldes zahlen muss bzw. schuldet. Variabel.

Zwangsversteigerung

Auch: Zwangsvollstreckung. Kreditinstitut kann Recht auf sein Geld mittels Versteigerung des aus diesen Mittel finanzierten Objekts geltend machen. Tritt in Kraft, wenn ein Kreditnehmer in anhaltenden Zahlungsverzug gerät.

Zwischenkredit

Darlehen, wessen Dauer kurzfristig/ zeitnah begrenzt ist. Wird durch Langfristkredit abgelöst.

Zinsbindung

Zinssatz eines Darlehens ist für einen vertraglich definierten Zeitraum festgesetzt und somit unveränderlich.


Abberufung

Hat eine Hauseigentümergemeinschaft einen auf unbestimmte Zeit festgesetzten Hausverwalter bestimmt, so kann diese durch einfache Mehrheitsentscheidung diesen jederzeit wieder absetzen. Gesetzlich geregelt ist der Umstand der Abberufung nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG).

Abbruchswert

Bei einer unmöglichen sachlichen oder wirtschaftlichen Nutzung eines Gebäudes, folgt häufig die Entscheidung des Abrisses dieses. Hierbei werden die Kosten für dieses Unterfangen vom Grundstückswert abgezogen. So ergibt sich : Grundstückswert - Abbruchswert = Restgewinn/ -vermögen.

Abgabenverordnung (AO) 

Gesetzliche Regelung des Steuerrechts des Bundeslandes Deutschland. Die AO beinhaltet unter anderem grundlegende Aussagen zu den Themenbereichen Fristen, Begriffserklärungen, Verjährungen, Vorschriften, Steuererhebungen uvm.

Abgeltklausel

Möglicher Bestandteil eines Mietvertrags. Verpflichtet den Mieter zur Beteiligung seiner Selbst an anfallenden Kosten für Fachfirmen  hinsichtlich fälliger Schönheitsreparaturen. Gilt nur innerhalb der im Mietvertrag festgesetzten Frist.

Abmarkung

Grenzerrichtung bzw. -wiederaufbau von Grundstücksbegrenzungen. Müssen deutlich erkennbar und nachvollziehbar angelegt bzw. dargestellt sein.

Abnahme 

Erfolgreiche Übergabe/ Übertragung einer vertraglich fixierten Leistung einer oder beider Parteien. Besonders häufig im Baugeschäft vorkommend.

Abschreibung (AfA) 

Je nach Art der Nutzung Ihres Objektes/ Ihrer Objekte können diese aufgrund der anhaltenden (Ab-)Nutzung steuerrechtlich abgeschrieben werden, da sich im Verlauf der zeitlich betrachteten Nutzung der Wert der Immobilie verringert. Sollten Sie den Wert mittels Investitionen steigern, so müssen diese gegebenenfalls - je nach Art und Weise der Nutzung sowie der Afa - wieder zugeschrieben werden.

Altbau

Der Begriff “Altbau” bezeichnet Gebäude, welche vor 1949 erbaut wurden und besondere Kriterien wie beispielsweise eine Raumhöhe von mindestens drei Metern vorweisen können.

Amortisation  

Als “amortisiert” bezeichnet man eine Immobilie, wenn die Beschaffungs- bzw. Erbauungskosten mittels Erträgen, wie beispielsweise Mieteinnahmen, sich rentiert haben bzw. gedeckt sind.

Anderkonto

Treuhandkonto, welche Fremdgelder eines Dritten durch einen Notar verwaltet werden.

Ankaufsrecht

Wird einem Interessenten hinsichtlich eines Hauskaufs ein Ankaufsrecht zugeschrieben, so erhält dieser die Ermächtigung als erster das angestrebte Objekt (Immobilie, Grundstück) käuflich zu erwerben. Hierbei ist wichtig, dass das relevante Vertragsbedingung schriftlich fixiert wurden und das Ankaufsrecht von einem staatlich anerkannten Notar beurkundet wurde.

Annuität

Monatsbetrag hinsichtlich der jährlichen Tilgung eines Darlehens. Wird je nach Vertragsbestimmung stetig neu mittels des Tilgungs- und Zinswertes des Darlehens errechnet und ist zu zahlen, bis der Gesamtbetrag entrichtet wurde.

Anschaffungskosten

Unter die Anschaffungskosten fallen alle Entgelter, welche entrichtet werden müssen, um eine Immobilie zu erwerben. U.a. fallen hierunter Gebühren für Makler, Notare, Gutachten, Einträge ins Grundbuch etc.

Anschlussgebühren

Unterhaltungskosten einer Immobilie im weiteren Sinne: Setzten sich zusammen aus Strom-, Wasser- und Heizkosten sowie den Gebühren für Telefon- und Kanalleitungen.

App. oder auch Appt.

Exposéabkürzung für den Begriff: Apartment

Auflassungsvormerkung

Wird im Grundbuch eingetragen. Stellt eine Sicherheit für Immobilieneigentümer dar und besagt, dass nachträgliche Verfügungen über eine Immobilie unwirksam sind.

Ausst.

Exposéabkürzung für den Begriff: Ausstattung

Auszahlungsvoraussetzungen

Notwendige Vorbedingungen, damit Banken das gewährte Darlehen auszahlen. Unter anderem beispielsweise die Eintragung der Grundpfandrechte.

Aval (Bürgschaft) 

Durch die Unterzeichnung eines Bürgschaftsvertrags verpflichtet sich ein dem ursprünglichen Vertrag externer Dritter mit guter Bonität bei Zahlungsunfähigkeit des eigentlichen Vertragspartners dem Gläubiger gegenüber einzutreten und anstellen dessen seinen Verpflichtungen nachzukommen.

B

Bauabzugssteuer

15%-ige Steuer vom Gesamtwert der Bauleistung. Abzuführen an den Staat über das Finanzamt. Befreiung nur durch entsprechende beglaubigte Bescheinigung möglich. Besteht seit dem Jahre 2002.

Bau-Berufsgenossenschaft

Versicherungseinheit für Privatleute. Dient dem Schutz von externen Dritten wie Freunden, Nachbarn, Familie etc., welche beim Hausbau behilflich sind/ sein möchten und versichert diese gegen mögliche (Folge-)Schäden von hierbei verursachten Arbeitsunfällen.

Baubürgschaft

Möglicher Vertragsinhalt zwischen Bauunternehmer und Bauherrn. Sichert den Bauherrn hinsichtlich einer etwaigen Zahlungsunfähigkeit des Unternehmers ab.

Baulastenverzeichnis

Verzeichnisse der Bauämter jeder Gemeinde. Insbesondere hinsichtlich von Neubauten relevant. Hierin enthalten sind Lastenbegrenzungen und -tragfähigkeiten von Grundstücken öffentlichem Interesse.

Bebaubarkeit

Grundvoraussetzung für den Erhalt einer Baugenehmigung bzw. dem Zuspruch der Bestätigung der Bauerlaubnis durch die zuständige Behörde.

Baugrenzen

Mittels blauer Linie im Grundstücks- und/ oder Bauplan dargestellte Außengrenze der zulässigen be- bzw. überbaubaren Fläche eines Grundstücks.

Bebauungsplan

Individuelle Darlegung der einzelnen Festlegungen eines Bauvorhabens. Enthalten unter anderem oftmals Art der angestrebten Nutzung, Baugrenzen, stadtliche Reglementierungen und Zusprüche etc.

Belastung

Höhe der finanziellen Gesamtbelastung des Familieneinkommens. Sollte nicht über 40% dieses liegen und ohne Sonderzuschüsse bzw. -einnahmen kalkuliert werden. Diese Art der Berechnung dient den Eigentümern als Sicherheit.

Beleihungsgrenze

Bestimmter Prozentsatz des angestrebten Kreditwertes (Beleihungswert). Bank vergeben i.d.R. nur bis zur maximalen Obergrenze dieses Prozentwertes einen Kredit bzw. berechnen dessen Ausmaß anhand der Beleihungsgrenze.

Bereitstellungszinsen

Entstehende Kosten für den Bauunternehmer bei Abschluss eines Darlehens und dessen Nichtnutzung. Berechnen sich aus der Zeit zwischen der Gewährung des Darlehens und dem Tag der Inanspruchnahme. Kommen oftmals durch Verzögerungen der Bauabsichten aus vielerlei Hinsicht zustande.

Bürgschaft

Vgl. Aval.

C

CAP-Kredit

Darlehens, welches sich durch einen veränderbaren/ variablen Zinssatz auszeichnet. Charakteristisch ist, dass sich dieser Zinssatz alle drei Monate neu errechnet und es eine festgesetzte Obergrenze gibt, welche nicht überschritten werden darf.

Carport

Garagen-Ersatz. Überdachter Außenstellplatz für Fahrzeuge und dient dessen Schutz vor Witterungsbedingungen.

Chiffre Anzeigen

Häufig verbreitet in Zeitungsanzeigen. Angebotsofferierung ohne Adressdatenbereitstellung. Kontaktaufnahme über Angebotsvermittler (hier: Zeitungsverlag) über die angegebene Chiffre Nummer durch den Interessenten.

Concierge

Französisch. Bedeutet “Portier” oder manchmal auch “Hausmeister”. Oftmals in Hotels oder sehr großen Geschäftsgebäuden vorzufinden. Seltener in gehobenen, mehrstöckigen Privathäusern.

Courtage

Maklerprovision. Fällig nach erfolgreicher Objektvermittlung. Höhe und Zustandekommen berechnet sich nach Vereinbarung. Entweder vom Interessenten oder vom Verkäufer bzw. geteilt zu entrichten.

CO2-Gebäudesanierung

Programm der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Dient der Unterstützung von energiesparenden, umweltschonender Bauvorhaben/ Sanierungen mittels sehr günstiger Zinsen. Bezieht sich auf das Bundesförderungsprogramm für CO2-Sanierungen.

D

Dachneigung

Dient der Bestimmung der Art eines Daches. <10% = Flachdach; 10%-30% = flach geneigtes Dach; >30% = Steildach.

Darlehen

Kredit. Darlehensnehmer geht Verpflichtung ein, den Darlehensbetrag zu zeitlich festgesetzter Frist an den zur Verfügung stellenden Vertragspartner zuzüglich Zinsbeiträgen zurückzuzahlen. Im Immobilienbereich werden Darlehen beispielsweise zwecks eines Hauskaufs häufig von Hausbanken bereitgestellt und werden durch monatliche Teilzahlungen zurückgegeben.

Dauernutzungsrecht

Die das Dauernutzungsrecht besitzende Person darf das betreffende Objekt (Immobilien, Grundstück) beispielsweise gewerblich dauerhaft nutzen.

Dauerwohnrecht

Die das Dauerwohnrecht besitzende Person darf die betreffende Immobilie dauerhaft bewohnen.

Dämmung

(Wärme-)Dämmung eines Hauses. Dient der effizienten Energienutzung und Umweltschonung sowie Kostensenkung. Sogenannt “Passivhäuser” verwenden die abgegebene Energie zwecks dem Temperaturerhalts und benötigen keine externe Wärmezufuhr.

Denkmalschutz

Der Denkmalschutz dient dem Erhalt historischer, für die Nachwelt als wertvoll erachtete Bauten. Diese Gebäude unterstehen bestimmten Verordnungen hinsichtlich der Baubestimmung und Sanierung. Die Sanierung dieser Bauten hingegen wird staatlich subventioniert bzw. unterstützt.

Dingliche Absicherung

Pfandrecht hinsichtlich einer Forderung.

Disagio

Differenzbetrag zwischen vertraglich fixiertem Darlehensbetrag und der tatsächlichen Auszahlungssumme. Auch Damnum genannt.

Doppelfassade

Hausfassade, welche mittels zwei Komponenten (Innen- und Außenwand) aufgebaut wird. Die äußere Wand dient dem Schutz vor Witterungsbedingungen und Umwelteinflüssen, die innere Wand der Verkleidung der Dämmung und die Luftkammer zwischen den Elementen dient der verbesserten Wärme- bzw. Temperaturspeicherung/ Dämmung.

Doppelhaushälfte

Ein Haus, welches quasi in der Mitte geteilt und gespielt ist. Die Eingangstüren zu beiden eigenständigen Haushalten liegen somit oftmals fast nebeneinander. Dient der Platzersparnis auf Grundstücken. Vorläufer des Reihenhauses.

E

Effektivzins

Angabeeinheit der tatsächlichen Kosten eines Darlehens. Berechnet sich anhand der Zinsbeiträge während der Rückzahlperiode sowie der Bearbeitungsgebühren, dem Disagio-Wert, eventuelle Provisionen hinsichtlich der Vermittlung sowie Differenz der Tilgungs- und Zinsverrechnung miteinander. Verlässlichste Einheit, um Kreditangebote - insbesondere bei gleicher Zinsbindung - untereinander zu vergleichen. Zu bedenken gilt jedoch, das externe Kosten wie Schätzgebühren, Kontoführungsgebühren, Bereitstellungszinsen oder auch Teilauszahlungskosten nicht in die Effektivzinsberechnung mit eingebracht werden müssen (seitens der Anbieter/ Banken).  Daher ist ein umfassender Kreditvergleich angebracht.

Eigenheimzulage

Zulage für Eigenheimbesitzer. Nur bis 2006 neu gewährt. Wird über acht Jahre verteilt bezahlt, solange Erwerb und Ummeldung im gleichen Jahr erfolgt. Andernfalls sind die Jahre vor der Ummeldung verloren und werden nicht wieder gutgeschrieben.

Eigenkapital

Aufgebrachtes Eigenvermögen hinsichtlich eines Kaufvorhabens (ohne zusätzlichen Darlehensbetrag). Sollte so hoch wie möglich sein, jedoch sollten Sie zudem eine genügend hohe Reserve behalten (circa ein halbes Jahr angespartes Nettogehalt Ihres gesamten EInkommens) bezüglich etwaiger Reparaturkosten etc.

Erbbaurecht

Recht an einem Grundstück auf oder unter diesem zu bauen. Zeitlich befristet. Vererbbar, verkäuflich oder auch mittels Hypothek belastbar.

Errichtung eines Bauwerks

Sollte bei Vertragsabschluss das zu erwerbende bzw. verkaufende Objekt noch nicht vollkommen fertiggestellt sein, so müssen die noch umzusetzenden Schritte so detailreich wie möglich vertraglich festgesetzt werden. Mittels Vertragsbestimmungen können sich so auch beiden Parteien gegen Nicht- bzw. Teilerbringung bzw. -zahlung absichern.

Ertragswert

Angabe der Rentabilität eines Objekts (Liegenschaft). Der Ertragswert steht im Gegensatz zum Sachwert.

F

Fachwerkhaus

Aus dem Mittelalter stammende Bauart. Das Gerüst besteht aus Holzbalken, deren Zwischenräume mittels Ziegeln und Lehm ausgefüllt und aufgeschichtet werden.

Fassade

Sichtbares Äußeres (sozusagen Hülle) einer Immobilie.

Fertighaus 

Teilstücke werden in der Produktionsstätte erzeugt und am Ort der Bebauung (rechtlich erworbenes Grundstück) endgültig zusammengesetzt. Transport erfolgt häufig mittels Schwertransporter und ist sehr aufwendig aufgrund der Sperrigkeit des Guts.

Fertigstellung

Bezeichnet den Zustand eines Bauprojekt, in welchem alle vertraglich fixierten Leistungen erbracht und Reparaturen hinsichtlich eventueller Mängelerzeugnisse behoben sind.

Finanzierungsplan

Detaillierte Darbietung aller vorhersehbaren Kosten eines Bauprojekts.

Festdarlehen

Kredit. Bleibt für bestimmten, festgelegten Zeitraum tilgungsfrei.

Flurstück

Vermessenes Land, zugeordnet zu einem festgelegten Grundstück. Trägt eine eigenständige Identifikationsnummer.

Flächennutzungsplan (FNP)

Vorbereitung des Bauleitplans. Beinhaltet räumliche Planungsziele sowie Nutzungsart des Bodens der Gemeinde.

Freistellungserklärung 

Bescheinigung der Hausbank des aktuellen Immobilienbesitzers. Dient der Freistellung von allen Grundpfandrechten bei Abwicklung des Kaufvertrags an den Käufer. Verbindlich und dient auch der lastenfreien Übergabe des Objekts an den Käufer.

Fremdkapital

Im Immobiliensektor: Gesamtkosten eines Bauprojekts minus des vorhandenen EIgenkapitals.

Fundament

In den Untergrund (Erdreich) eingelassen. Wird einbetoniert und trägt die Gesamtlast des Bauobjekts.

G

G-Wert 

Gesamtenergiedurchlassungsgrad-Wert. Wert, wie viel Sonnenstrahlen durch eine Fensterscheibe dringen können hinsichtlich der Energiespeicherung oder Wärmereduktion. Wichtiger Maßstab für dessen Qualität.

Gasbeton

“Porenbeton”. Zusammensetzung: Quarzsand, Kalk/Zement, Aluminiumpulver. Bei der Vermengung entsteht Wasserstoffgas, welches zur “Porenbildung” führt.

Gaube

Aufbauten an Dächern zu dessen Belüftung und/ oder Beleuchtung. Auch Dachgauben genannt.

Gemeinschaftseigentum 

Von allen Eigentümern eines immobilienrelevanten Objektes gemeinschaftlich genutzte Teilbereiche; beispielsweise Grünfläche oder Räume wie Waschkeller etc. Anwendbare Paragraphen der Rechtsprechung befinden sich im WoEigG (Wohnungseigentumsgesetz).

Gebrauchsabnahme

Abnahme seitens der Behörden. Prüfung auf Einhaltung aller bautechnischen sowie -rechtlichen Bestimmungen. Meistens vor Bezugsmöglichkeit der Immobilie.

Gefahrenübergang

Erfolgt bei Immobilienkauf; genauer bei der Übergabe des Objekts an neuen Käufer. Nach der Übergabe ist der Eigentümer für Mängel verantwortlich (nicht mehr der Bauherr).

Geltungsdauer

Zeitperiode zwischen der Auszahlung eines Kredits und dessen vollständiger Rückzahlung.

Gemeinschaftsordnung

Regelwerk hinsichtlich den gemeinschaftlichen Lebens aller Eigentümer einer Wohnungseigentumsgemeinschaft (WEG).

Geschossflächenzahl

Angabe über die maximale Wohnfläche eines möglichen Gebäudes hinsichtlich der Grundstücksgröße als Bezugsgröße.

Generalunternehmer

Selbstständiger Durchführung (teils auch mittels Subunternehmer) aller Bauerstellungsleistungen eines Bauprojekts.

Gewährleistung

Garantie seitens des Bauunternehmers hinsichtlich der korrekten und pflichtbewussten Ausführung der Dienstleistungen. Zeitliche Gültigkeit kann individuell oder gesetzlich festgelegt sein.

Grundbuch

Aufzeichnungsverzeichnis der einzelnen Gemeinden über alle Grundstücke und deren rechtmäßige Eigentümer.

Grenzabstand 

Abstand, welche zu den umliegenden Nachbargebäuden eingehalten werden muss.

Grundbuchlasten 

Es empfiehlt sich stets ein lastenfreies Grundbuch beim Objektkauf zu übernehmen, da ansonsten Wertminderungen nachfolgende Konsequenzen beschreiben können.

Grunderwerbssteuer

Gilt für Deutschland. Fällig beim Kaufabschluss einer Immobilie. Je nach Bundesland beträgt der prozentuale Steuersatz zwischen 3,5% und 6,5%.

Grundflächenzahl (GRZ)

Bebauungsfähige Fläche eines Grundstücks bzw. eher wie viel des Grundstück bebaut werden darf. Ermittlung durch Einbeziehung aller baulichen Anlagen.

Grundriss

Abbild (meist in 2D) der räumlichen Verteilung und Gegebenheiten eines Immobilie.

Grundpfandrecht

Bündelung von Sicherheitsrechten an einem Grundstück zugunsten des Eigentümers. Beispielsweise hinsichtlich der Beantragung einer Hypothek/ eines Kredits.

Grundschuld

Dingliche Sicherheit im Bezug zu Forderungen. Besteht für den Eigentümer einer Immobilie beispielsweise bei vorübergehender Zahlungsunfähigkeit.

Gutachten 

Häufig dient ein Gutachten zur Wertermittlung einer Immobilie, da es einen objektiven Überblick über den tatsächlichen Bestand sowie Mängel eines Objektes ermöglicht.

H

Hausanschluss 

Anschluss der Immobilie an Gas-, Wasser-, Strom- sowie (Fern-)Wärmeanschlüsse des gewählten Leistungsanbieters.

Haushaltspauschale

Werden häufig durch Banken festgelegt. Dienen der Ermittlung des Bedarfs an finanziellen Mittels eines Kreditinteressierten hinsichtlich seiner notwendigen, minimalen Lebenshaltungskosten. Diese dürfen vom monatlichen Rückzahlungsbetrag des Darlehens nicht verwendet werden und legen vor der Kreditvergabe dessen Höhe fest.

Hausordnung

Regelwerk für Bewohner einer Immobilie. Werden beim Einzug in ein Haus von diesen anerkannt und müssen eingehalten werden. Sichern ein friedliches Zusammenleben.

Halbgeschoss

Wohnebene eines Objektes, welche bereits auf halber Raumhöhe beginnt.

Hausratversicherung 

Versicherung gegen Folgeschäden von Hagel, Stürmen, Einbrüchen oder gar Leitungswasser (Rohrbrüche etc.)

Hausverwaltung

Kümmert sich u.a. um die Instandhaltung eines Objektes und die Interaktion mit den Bewohnern dieses. Häufige Beauftragung, wenn mehrere Immobilien im Besitz eines Eigentümers sind und verwaltet werden müssen.

HOAI

Bedeutet: “Honorarabrechnung für Architekten und Ingenieure”. Basis zur Abrechnung der erbrachten Leistungstätigkeiten eines Mitglieds dieser Klassifizierung.

Hypothek

Grundstücksbelastung mithilfe eines Pfandrechts. Es erfolgt eine Eintragung dessen im Grundbuch der Gemeinde und wird bei dem Beantragung und Gewähren langfristiger Kredite verwendet.

I

Immission

Einwirkung von Schadstoffe auf lebende Organismen und/ oder Objekte. Im Hausbetreuungs- bzw. Baubereich sind die Grenzen der maximalen Belastung dieser durch die einzelnen Kommunen geregelt und können in der Baunutzungsverordnung nachgelesen werden.

Immobilienfonds

Form der Kapitalanlage. Hierbei ermöglicht der Eigentümer es Investoren sich an der entsprechende Immobilie mittels finanziellen Mitteln zu beteiligen. Motivation hierfür ist eine Beteiligung an der Rendite der bewohnten Immobilien.

Indexmiete

Veränderlicher Mietzins. Je nach Vertragsbestimmungen kann dieser jederzeit variiert werden.

Instandhaltung

Dient dem Werterhalt von Gebäuden. Beschreibt die regelmäßige Reparatur, Modernisierung oder Erneuerung bestimmter Elemente der Immobilie.

Isolierung 

Schutz des Innenbereichs einer Immobilie vor Wasser- oder Stromschäden sowie Teilkomponente einer fundierten Dämmung.

Inklusivmiete

Auch Bruttomiete genannt. Beschreibt die Gesamtkalkulation der Kaltmiete (Nettomiete) sowie aller Nebenkosten.

Investitionszulage

Staatlich gefördert. Subvention der Anschaffung bzw. Herstellung von Wirtschaftsgütern; bedingt durch festgelegte Voraussetzungen.

J

Jahresabrechnung

Zusammenfassung aller Einnahmen und Ausgaben in der Wirtschaftsperiode eines Kalenderjahres.

Jahresheizwärmebedarf 

Angabe über Bedarf an Heizwärme eines Gebäudes hochgerechnet auf ein Kalenderjahr.

Jahresnutzungsgrad

Wärmebedarf einer Immobilie hochgerechnet auf ein Kalenderjahr. Gemessen in Kilowatt pro Quadratmeter. Nachschlagbar im Wärmeausweis eines Objektes.

Jahresrohertrag

Äquivalent zur Bruttokaltmiete (Nettokaltmiete plus umlagefähiger Neben- bzw. Betriebskosten). Beschreibt den Gewinn vor Steuern eines Eigentümers.

Jahreszins

Auch oftmals effektiver Jahreszins genannt. Angabe der Kosten eines Darlehens pro Jahr bzw. für ein bestimmtes Jahr (bei wechselnden Zinssätzen).

K

K-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient. Notwendige Kennzahl zur Berechnung des Gesamtbedarfs einer Immobilie hinsichtlich seines Wärmeernergieverbrauchs. Pro Element der Wärmeerzeugung wird ein eigenständiger K-Wert bewertet und hinterher aufaddiert.

Kabelkanal

Schutz eines Kabel vor Beschädigung von außerhalb beispielsweise durch Wasserschäden oder spitze Gegenstände. Außerdem dient dieser der optischen Verdeckung von Kabel an Böden und Decken von Räumen.

Kaltdach 

Dach einer Immobilie, welches sich aus zwei Grundkomponenten zusammensetzt und ein Belüftungssystem integriert hat. Vorteile: Besserer Schutz vor eindringender Hitze und Ableitung von Feuchtigkeit.

Kataster

Auch: Liegenschaftskataster. Verzeichnis. Beinhaltet alle Eigentumsverteilungen von Grundstücksrechten.

Katasterplan

Grafische Darstellung von Grundstücken. Maßstabsgetreu. Bezieht sich immer auf ein Kataster. Wird vom Katasteramt verwaltet. Notwendig zur korrekten Erstellung eines Bauprojekts inklusive dessen gesamter Planung.

Kaution 

Zu zahlender Betrag des Mieters an den Vermieter vor oder zu Beginn eines Mietverhältnisses. Dient dem Vermieter als Absicherung, falls der Mieter in kurzfristige Zahlungswidrigkeiten gerät.

KDB

“Küche, Diele, Bad”; gängige Abkürzung in Anzeigen und Exposés.

Kellerwanne

Bei Lage des Fundaments bzw. der Gründungssohle unter dem Grundwasserspiegel muss der Keller eines Objekts mit einer wasserdichten Kellerwanne versehen werden.

Kitt

Dichtungsmittel bzw. Klebesubstanz (Bestandteile: u.a. Leinölfirnis und Schlämmkreide)

Klinker(-steine)

Ziegel. Sehr beständige Steinart gegenüber Witterungsbedingungen wie bspw. Frost, da durch sehr hohe Temperaturen entstanden. Geringe Wärmedämmung, finden jedoch in der Fassadenverkleidung häufigen Einsatz.

Kommunalabgaben

Öffentliche Abgaben. Von Einwohner und Unternehmern einer Gemeinde regelmäßig an diese zu entrichten.

Kostenvoranschlag

I.d.R. unverbindlich. Vergleichsmöglichkeit der einzelnen Bauunternehmen untereinander. Sollte vor Beginn eines Bauprojekts erarbeitet werden und dient zudem zum Erhalt eines groben Überblicks über die anfallenden Baukosten.

Kredit

Darlehen. Wird von Banken oder auch privaten Anbieter für verschiedenste Projekte gewährt und finanziert sich durch die Zahlung von Zinsbeträgen seitens des in Anspruch nehmenden über die Nutzungsperiode hinweg.

Kreditkonsolidierung

Zusammenfassung mehrerer, aller Kredite, wenn der nötige Zinssatz des ablösenden Darlehns unter dem Betrag aller einzelnen Zinsbeträge liegt.

Kreditwürdigkeit

Bonität. Dient als wichtige Bemessungsgrundlage hinsichtlich der (Nicht-)Gewährung eines Darlehens.

Kubatur

Dreidimensionales Volumen einer Immobilie. Wird unabhängig vom verwendeten Material sowie dessen Gestaltung verwendet.

Kältebrücke

Einzelne Elemente/ Bauteile eines Gebäudes. Hier dringt Kälte leicht ein bzw. aus und verringert dadurch die Energieeffizienz des Hauses.

L

Lageplan

Maßstabsgetreu. Darstellung einer Immobilie samt Umgebung durch graphische Mittel. Finden u.a. Verwendung als Städtepläne, Beschilderungspläne oder aber auch als Deckenhöhenpläne.

Laibung

Auch Leibung geschrieben. Innere Mauerfläche von Tür- und Fensteröffnungen, Gewölben oder auch Bögen.

Landesbauverordnung

Schriftliche Fixierung aller rechtlichen Vorschriften eines Bauprojekts (u.a. Statik, höchstzulässige Schallwerte, Verkehrssicherheit oder auch Fluchtweganlegung).

Landschaftsschutzgebiet (LSG)

Dienen dem Schutz zwecks Erhalt von Naturschutzgebieten. Öffentlicher Ausweis erfolgt durch Schilder. Müssen bei Bauprojekt bedacht werden.

Lastenzuschuss

Zuschuss für Eigentümer, wenn diese die finanzielle Belastung durch das Objekt durch ihr Einkommen nicht decken können. Gleichzusetzen mit dem Wohngeld für Mieter.

Legitimation

Erfolgt nach positiver Identifikation eines Kreditanfragers.

Leichtbeton

Weist einen wesentlich geringeres Raumvolumen bzw. -gewicht auf als klassischer Beton. Wird aus unterschiedlichen Gesteinskörnungen erstellt, welche einen hohen Luftporenanteil aufweisen.

Leistungsverzeichnis

Aufzeichnung aller für ein Bauunternehmen relevanter (erstellter) Leistungen. Wenn es vorab angefordert wird, kann ein Leistungsverzeichnis zum Vergleich der verschiedenen Bauunternehmen bezüglich eines geplanten Bauprojekts dienen.

Lichte Höhe

Abstand zwischen Unterkante Decke und Oberkante Boden eines Raumes.

Liegenschaftsamt

Auch Katasteramt. Hier sind alle Flur- und Grundstücke einer Gemeinde sowie dessen Besitzansprüche bzw. -verteilung verzeichnet. Aufgaben: u.a. Grundstückvermessungen und Kartenbeurteilungen.

Loggia

Freisitz eines Objekts, welcher nicht über dessen Bauflucht hinausragen darf.

Löschungsbewilligung 

Notarielle Genehmigung, welche notwendig ist, um Rechte an einem Grundstück oder einer Immobilie entfernen (lassen) zu können.

M

MAK-Wert

“Maximale Arbeitsplatzkonzentration”. Kennzahl, in welchem Ausmaß Gase und Dämpfe an einem Arbeitsplatz vorkommen dürfen. Nachschlagbar in der MAK-Liste.

MABV

Makler- und Bauträgerverordnung. Grundlage von Bauträgerkaufverträgen. Regelt bspw. wie die Zahlung von Raten des Kaufpreises erfolgen muss oder auch wie ein Käufer rechtlich abgesichert ist, sollte der Bauherr während des Bauprozesses Pleite gehen bzw. Konkurs anmelden.

Makler

Vermittlungspersonen zwischen Käufern und Verkäufern bzw. Mietern und Vermietern eines Objektes/ Immobilie. Entgeltliche Entrichtung einer der beiden Parteien - oder geteilt durch beide - auf Provisionsbasis abhängig vom deklarierten Kauf- bzw. Mietpreis des Objektes. Prozentuale Berechnung.

Mansarde

Wohnung innerhalb eines ausgebauten Dachgeschoss.

Mantelbauweise

Tragender Kern einer Fassade/ Wand im Inneren dieser; die äußeren Schichten setzen sich aus verschiedenen Dämmmaterialen zusammen.

Marktwert

Verkehrswert. Aktueller, tatsächlicher Wert eines Objekts (Grundstück, Immobilie).

Massivbau

Immobilien, dessen Grundgerüst mittels Steinen oder anderen tragfähigen Elementen statische oder andere Aufgaben übernehmen und im Massivbaustil erstellt wurden.

MBO

Musterbauordnung. Dient der Vereinheitlichung von Landesvorschriften hinsichtlich des Baurechts.

Mehrfamilienhaus (MFH)

Immobilie, welche von mehreren Parteien bewohnt wird/ werden kann.

Mischgebiet (MI)

Abgestecktes Gebiet, in welchem sowohl Wohn- als auch Gewerbeeinheiten vorzufinden sind.

Modernisierung 

Dienen der Wertsteigerung einer Immobilien. Das Grundgerüst bleibt unberührt und es werden lediglich Teilbereiche bearbeitet.

Muskelhypothek

Sämtliche Eigenleistungen bzw. Kapitalaufbringungen aus eigenen Kräften zwecks des Baus oder Erwerbs einer Objekts.

Musterhaus

Vorzeigeobjekt. Dienen der Veranschaulichung von Fertighäusern, um Interessenten dieser Bauweise zu überzeugen und die noch nicht erbrachte Dienstleistung sowie das unfertige Produkt zu veranschaulichen.

Mängelhaftung

Garantie seitens des Bauunternehmers hinsichtlich einer einwandfreien Leistungserbringung oder auch die Mängelelimination innerhalb einer festgelegten Periode.

N

Nachfinanzierung 

Nachträgliche Korrektur des Fremdkapitals. Eine nachträgliche Erhöhung dieses bringt jedoch häufig auch erhöhte Zinssätze mit sich.

Nachrang

Werden Grundpfandrecht und/ oder Belastungen nachträglich in das Grundbuch eingetragen, so erfolgt dies innerhalb einer Rangliste.

Nebenkosten

Innerhalb eines Mietverhältnisses. Addieren sich zur Nettokaltmiete hinzu und sind für den Vermieter ein Umschlag- bzw. Durchlaufposten. Setzen sich unter anderem durch Kosten für den Wasserverbrauch, Müllentsorgungen, Hausmeisterdienste etc. zusammen.

Niedrigenergiehaus

Der Jahreswärmeschutzbedarf dieser Häuser unterschreitet die aktuellen Mindestanforderungen der Wärmeverordnung um mindestens 25%.

Negativbescheinigung

Bestätigung seitens einer Gemeinde, dass diese Ihr Vorkaufsrecht an einem Grundstück oder Objekt nicht in Anspruch nimmt bzw. dieses Vorhaben beabsichtigt.

Nennbetrag

Im Bereich der Immobilienfinanzierung: Angestrebter Darlehensbetrag plus Bearbeitungskosten sowie Rechtschuldversicherungsbeiträge.

Nießbrauch

Recht auf Nießbrauch oder auch Nießnutzung bestimmt wirtschaftlichen Eigentümer eines Objektes.

Notar

Verantwortlich für rechtsverbindliche Beurteilung/ Beglaubigung von Schriftstücken wie bspw. Verträgen. Berät beide Parteien des Immobilienkaufs und begleitet den Verkaufsprozess bzw. verantwortet Teilbereiche dieses.

Nutzfläche (NF)

Grundstücksfläche, welcher tatsächlich genutzt werden kann (Gebäude und/ oder Grundstück).

O

Obergeschoss (OG)

Alle Etagen eines Hauses (ausgenommen Erdgeschoss EG und Dachgeschoss/ -boden) werden durch den Begriff Obergeschoss definiert.

Oberleitung

Versorgungssystem zwecks der Stromverteilung. Hauptsächlich durch (Straßen-)Bahnen und Busse genutzt.

Oberputz

Oberste Mörtelschicht. Dient dem Schutz des Mauerwerks eines Objekts vor Witterungsbedingungen und anderen schadhaften Einflüssen (bspw. Feuchtigkeit wie Hundeausscheidungen etc.)

Offene Bauweise

Bauweise eines Gebäudes. Komplett freistehend auf einem Grundstück.

Ökozulage 

Ersatz für die Energiesparverordnung seit 2002. Förderungsmöglichkeit von besonders energiesparenden Bauprojekten.

Operative Temperatur 

Auch: gefühlte (Raum-)Temperatur. Setzt im Mittel aus Luft- und Strahlungstemperatur zusammen.

Ortsentwässerung

Hier werden alle verschmutzten sowie niederschlagserzeugten Entwässer einer Region/ Gemeinde/ Kommune an einem Ort abgeführt.

Optionstarif

Kredittarif, welcher dem Bauplanenden die Möglichkeit einräumt, sich erst zu einem späteren Zeitpunkt für eine jeweilige Kreditkondition festzulegen und eröffnet dem Bauherrn dadurch einen größeren zeitlichen Spielraum seines Bauprojekts.

P

Parkett

Fußbodenbelag; Hauptbestandteil Holz. Dient der Innenraumverkleidung.

Passivhaus

Immobilie, welche ohne externe, klassischen Heizsysteme auskommt. Stattdessen verwenden sie alternative Energiezufuhren wie beispielsweise Sonneneinstrahlungen.

Pauschalvertrag

Leistungsfestschreibung zu definierten Preisen innerhalb eines verbindlichen Vertrags.

Pavillon

Bauobjekt ohne Wände, meist freistehend in Outdoor-Bereich.

Pergola

Freisitz bzw. Laube. Dient dem Sonnen- oder Sichtschutz.

Photovoltaik

Direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie.

Plusenergiehaus

Immobilie mit extrem hohem Energiestandard. Durch alternative Energieerzeugungssysteme wird mehr Energie produziert als verbraucht wird.

Putz

Überbegriff für Innen- und Außenarbeiten in einem Bauprojekt. Dient dem Schutz des Mauerwerks vor Witterungs- bzw. anderen äußeren Einflüssen.

Q

Qualitätssicherung 

Dient dem Schutz vor Mängelentstehung innerhalb eines Bauprojekts. Beginnt bei der Planung und endet bei der Übergabe des vollendeten Objekts.

Quelllüftung 

Zuluft-System. Kommt zum Einsatz, wenn die Raum- und Zulufttemperatur unterschieden aufweisen.

Querdehnung

Materielle Bestandteile eines Bauprojekts dehnen sich durch Temperaturunterschiede oder Witterungseinflüsse aus bzw. schrumpfen zusammen. Diese Schwankungen müssen in der Planung mit einkalkuliert werden.

Querschnitt

Grundlage einer Grundrisszeichnung. Bildet das Innenleben einer Immobilie ab.

R

Rahmenzins

Absicherung für einen Kreditgeber. Bezieht sich in seinem Fokus auf jährliche Sonder- und/oder Nebenleistungen und richtet seinen Wert meistens zwischen 12% und 18% ein.

RAL Gütezeichen

Vergeben vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. Zeichnet Produkte bzw. Dienstleistungen aus, welche hohe, festgelegte Qualitätsstandards erfüllen.

Randbewehrung

Bewehrung = Verstärkung. Dient der Stabilisation von Platten bzw. Balken.

Rangbescheinigung

Garantie seitens eines Notars, dass die Grundschuld in der richtigen Reihenfolge/ Rangfolge in das Grundbuch eingetragen wurde und wird meist von Kreditinstituten angefragt.

Rate

Bezeichnet den von beiden Seiten vereinbarte Betrag, der meist monatlich an den Darlehensgeber seitens des Kreditnehmers gezahlt werden muss.

Realkredit

Darlehen, welches über Sachvermögen besonders abgesichert ist.

Regenerative Energien

Auch erneuerbare Energien. Speisen sich aus Umwelteinflüssen, wie beispielsweise Luft, Wasser oder Erdwärme.

Regenwassernutzung

Hausinternes Bewässerungssystem der Sanitäranlagen, der Gartenbewirtung oder auch der Wäschereinigung.

Reihenhaus

Mindestens drei oder mehr Hausobjekte sind Wand an Wand erbaut worden.

Restschuld

Beschreibt den Betrag eines Darlehens, der noch aussteht und an den Darlehensgeber zu entrichten ist.

Rohbau

Bauobjekt, welches bis zu diesem Zeitpunkt lediglich aus Wand- und Dachkonstruktion besteht.

RWA

“Rauch- und Wärmeabzugsanlagen” (Rauchabzugsanlagen). Schützen Fluchtwege bei Brandausbruch von Anfang an bestmöglich vor Rauch- und Hitzeentstehung.

Rüttelbeton

Sämtliche Betonarten, welche mittels der Methode des “Rüttelns” eine Verdichtung erfahren, bevor dieser verwendet werden können.

S

Sachverständiger

Im Bereich der Immobilien und Bauvorhaben: Subjektive Beurteilung und Prüfung der Projekte bzw. fertigen/ bestehende Immobilien. Dient als Ausgangslage für Preisverhandlungen, Verträge und Gerichtsbeurteilungen.

Sachwert

Tatsächlicher Wert von (im)materiellen Wirtschaftsgütern. Setzt sich zusammen aus Boden-, Bau- und Gebäudewert.

Sanierung

Grundlegende Reparatur- und Renovierungsmaßnahmen hinsichtlich der Wertsteigerung eines Objekts. Teilbearbeitung eines Objekts. Dient zudem Erneuerungsmaßnahmen.

Satteldach

Bestandteile eines Dach treffen an der höchsten Stelle aufeinander. Mindestens zwei Flächen.

Schlüsselfertig

Zum Zeitpunkt der Abnahme sind alle Bestandteile und Maßnahmen eines Bauprojekt abgeschlossen und lediglich der Schlüssel muss an den Bauherrn übergeben werden.

Schalldämmung

Verhindert das Eindringen von Lärm und Schallwellen in das Objektinnere.

Schlussabnahme

Auch: Gebrauchsabnahme. Zwei Anwendungsmethoden des Begriffs möglich. Einerseits Schlüsselübernahme seitens des Bauherrn; andererseits Bestätigung seitens der Ämter einer Gemeinde, dass ein Bauprojekt baurechtlich und -technisch einwandfrei umgesetzt wurde und folglich bewohnt werden kann.

Schufa

“Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung”. Erteilt Auskunft über Bonität von (Privat-)Personen.

Schönheitsreparaturen

Maßnahmen seitens Mietern, welche das bewohnte Objekt Instand halten.

Solaranlage

Umwandlungssystem. Verändert Sonnen- in elektrische Energie.

Sondernutzungsrecht

Verteilt einem Bewohner bzw. Eigentümer das Recht einen gemeinschaftlichen Bereich (Eigentum) zu nutzen.

Sondertilgung

(Teil-)Rückzahlung eines Kredits außerhalb dessen festgesetzten Rückzahlungstonus. Verkürzt dessen Laufzeit hinsichtlich der Rückzahlungsdauer.

Statik

Beschäftigt sich mit der Tragfähigkeit eines Objekts. Berechnung erfolgt durch die Verwendung unterschiedlichster Kriterien.

Staffelmiete

Mietaufwendungen erhöhen sich innerhalb einer festgelegten Frist jeweils automatisch. Die Dauer und Art der Erhöhungen sind zu Abschluss des Vertrags bereits bekannt und werden auch seitens beider Parteien anerkannt.

T

Teilbaugenehmigung 

Zögert sich der Erhalt einer Baugenehmigung extrem hinaus können Teilbaugenehmigungen ausgesprochen werden. Hierdurch wird der Bau von Teilbereichen eines Bauprojekts ermöglicht.

Tiefbau

Bauprojekte unter oder direkt am Erdreich.

Tilgung 

Regelmäßige Zahlungen seitens des Kreditnehmers an den Kreditgeber. Tonus und Höhe der Tilgungsraten sind vertraglich fixiert.

Tragende Wände

Hauptkomponenten eines Bauprojekts bzw. Gebäudes. Unterliegen besonderen Erfüllungskriterien, da diese das gesamte Objekt stützen horizontal wie vertikal.

Traufe

Dachflächenbreite. Tropfkante eines Daches.

Trennwand

Innenwand ohne tragende, existenzielle Bedeutung. Trennt Räume lediglich voneinander ab.

Treuhandkonto

Konto, auf welchem Gelder externer Dritter (Kunden, Klienten) meist seitens eines Notars verwaltet und geschützt werden.

Trittschall 

Lärmproduktion durch die Schallentstehung von menschlichen Schritten auf Fußböden. Einbau von Trittschalldämmung wirkt dieser entgegen.

Trockenbau

Vereinigung von Halberzeugnissen ohne feuchtebeinhaltende Zusatzstoffe (bspw. Trennwandeinbau etc.)

Typenhaus

Grundriss und Erscheinungsform sind standardisiert. Eine Anpassung zu individuellen Gebrauchszwecken ist nicht ohne Weiteres möglich.

U

Umbau 

Veränderung eines Objekts (hier: Gebäude) hinsichtlich der Außenerscheinung etc.

Umnutzung

(Ver-)Änderung der Nutzungsweise einer Immobilie bzw. von Teilsektoren dieses. Benötigt die Genehmigung des zuständigen Bauamts.

Umschuldung 

Ein bestehender Kredit wird durch die Aufnahme eines kostengünstigeren Kredits bei einem anderen Darlehensgeber abgelöst.

Unbedenklichkeitsbescheinigung

Finanzamt bescheinigt, dass eine Person Ihrer Steuerpflicht zu jeder Zeit vollkommen und korrekt nachgekommen ist.

Untermiete

Mietverhältnis, welches die Weitervermietung einer Person an einen externen Dritten, welche die vertragsrelevanten Räume selbst nur gemietet hat.

Unterputz

Unterste Lage eines Hausputzes. Fungiert als Grundlage hinsichtlich der Haftung anderer Substanzen am Mauerwerk eines Gebäudes.

V

Valutierung

Auszahlung eines Kreditbetrags (abzüglich des Disagios).

Vergleichsmiete

Querschnitt aller Mietbeiträge einer festgesteckten Region. Dient dem Vergleich mit anderen, Interesse weckenden Mietobjekten eines Ortes.

Vermessung

Erfassung von relevanten Daten mittels eines Messverfahrens. Beispiel: Grundstücksvermessung.

Verkehrswert

Marktwert eines Gebäudes.

Vermittlerprovision

Provisionszahlung an beispielsweise einen Immobilienmakler als Entgelt für seine Vermittlungsdienste.

VOB

“Verdingungsverordnung für Bauleistungen”. Strukturiert den Wettbewerb und dessen Ausart der Baubranche. 

Vollgeschoss

Etage eines Gebäudes, welches mindestens eine Gesamthöhe von 2,3 Metern aufweisen muss. Zudem muss ein Vollgeschoss über die gesamte Geländeoberfläche bestehen.

Vorfälligkeitsentschädigung 

Kündigt ein Kreditnehmer ein Darlehen vor dessen vertraglich festgelegtem Ende, dann muss dieser dem Kreditgeber bzw. -institut eine Entschädigung zahlen.

Vorkaufsrecht

Ist eine Gemeinde oder eine Person im Besitz eines Vorkaufsrecht, dann darf bzw. kann sie das entsprechende Objekt vor einem externen Außenstehenden erwerben.

Vormerkung

Bezieht sich auf das Grundbuch. Käufer kann über das zugehörige Objekt frei verfügen, ohne dass eine offizielle, finale Eintragung im Grundbuch zu diesem Zeitpunkt besteht (diese gilt es jedoch einzuholen!).

W

Warmdach

Dachkonstruktion, welche unbelüftet ist und dessen Dämmung direkt in die Haut des Dachs eingesetzt wird.

Warmmiete

Auch: Bruttomiete. Kaltmiete plus aller anfallenden Nebenkosten wie Müllabfuhr, Heizkosten, Wasserzu- und -abfuhr etc.

Wasserhaushaltsgesetze (WHG)

Beschränkt die Rahmenbedingungen für alle Wassergesetze der einzelnen Bundesländer.

Wasserzähler

Messgerät. Registriert den Verbrauch des zu- und abgeführten Wassers eines Objekts.

Wärmebedarf

Beschreibt, wie viel Wärme ein jeweiliges Objekt (jährlich) benötigt, um konstant eine angenehme Raumtemperatur aufrecht zu erhalten.

Wegerecht

Räumt der Öffentlichkeit das Recht ein, einen Weg über ein privates Gelände zu benutzen.

Wertermittlung

Mittels spezifischem Ermittlungsverfahren wird der tatsächliche Wert eines Objekts festgelegt.

Wiederkaufsrecht

Vertragselement. Erlaubt dem Verkäufer das verkaufte Objekt zu einem anderen, späteren Zeitpunkt vom Käufer zurückzukaufen.

Wohneigentumsförderung

Staatliche Förderungsmöglichkeit. Erhalten häufig junge Familien, welche nur ein geringes Einkommen vorweisen können und sollen Ihnen ermöglichen Wohneigentum zu erwerben.

Wohnfläche

Grundgesamtheit aller Räume eine Objekts, welche bewohnbar sind. Ausgenommen sind Kellerräume, Abstellkammern sowie Garagen.

X

Xylol

Lösemittel. Dämpfe verursachen häufig gesundheitsschädliche Nebenwirkungen, daher sollte auf Farben, Lacke etc. mit diesem Zusatz verzichtet werden.

Y

Z

Zeitmietvertrag

Zeitlich befristeter Mietvertrag.

Zession

Vertraglich fixierte und vereinbarte Abgabe eines Mandats eines Gläubigers an einen anderen.

Zins

Kosten eines Darlehens. Zusatzbetrag, den ein Kreditnehmer dem Kreditnehmer für die Inanspruchnahme seines Geldes zahlen muss bzw. schuldet. Variabel.

Zwangsversteigerung

Auch: Zwangsvollstreckung. Kreditinstitut kann Recht auf sein Geld mittels Versteigerung des aus diesen Mittel finanzierten Objekts geltend machen. Tritt in Kraft, wenn ein Kreditnehmer in anhaltenden Zahlungsverzug gerät.

Zwischenkredit

Darlehen, wessen Dauer kurzfristig/ zeitnah begrenzt ist. Wird durch Langfristkredit abgelöst.

Zinsbindung

Zinssatz eines Darlehens ist für einen vertraglich definierten Zeitraum festgesetzt und somit unveränderlich.